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Wie viele Ketaminbehandlungen gegen Depressionen

Wie viele Ketaminbehandlungen gegen Depressionen? – Wirksamkeit, Ablauf und wissenschaftlicher Hintergrund

Ketamin, ursprünglich als Anästhetikum bekannt, gewinnt in der modernen Psychiatrie zunehmend an Bedeutung – vor allem bei therapieresistenten Depressionen. Viele Patienten und Angehörige stellen sich dabei die Frage: „Wie viele Ketaminbehandlungen gegen Depressionen sind notwendig?“ In diesem Artikel beantworten wir diese Frage ausführlich und beleuchten zugleich Wirkweise, Ablauf, Nutzen, Risiken sowie den Stand der Forschung.


Was ist Ketamin?

Ketamin ist ein Dissoziativum und N-Methyl-D-Aspartat-(NMDA)-Rezeptor-Antagonist, das seit den 1960er-Jahren in der Notfall- und Anästhesiemedizin eingesetzt wird. In der Psychiatrie hat Ketamin – insbesondere in Form von (S)-Ketamin oder Esketamin – eine neue Rolle eingenommen: Es kann in sehr niedriger Dosierung rasch gegen schwere depressive Symptome wirken, insbesondere dort, wo klassische Antidepressiva versagen.


Warum wird Ketamin bei Depressionen eingesetzt?

Die Wirkung herkömmlicher Antidepressiva tritt häufig erst nach mehreren Wochen ein. Bei Ketamin hingegen zeigt sich in vielen Fällen bereits nach der ersten oder zweiten Behandlung eine spürbare Verbesserung der Symptome – oft innerhalb von Stunden bis Tagen. Dieser rasche Effekt macht Ketamin vor allem für Patienten mit:

  • Therapieresistenter Depression (TRD)

  • Schweren depressiven Episoden

  • Suizidalen Gedanken

besonders interessant.


Wie funktioniert Ketamin im Gehirn?

Im Gegensatz zu klassischen Antidepressiva, die vor allem auf Serotonin oder Noradrenalin wirken, beeinflusst Ketamin den Glutamat-Stoffwechsel – den häufigsten erregenden Neurotransmitter im Gehirn. Die Blockade von NMDA-Rezeptoren führt indirekt zur Ausschüttung von BDNF (Brain Derived Neurotrophic Factor) und zur Förderung neuronaler Plastizität. Diese Veränderungen könnten erklären, warum Ketamin so schnell wirkt.


Wie viele Ketaminbehandlungen sind notwendig?

Es gibt keine allgemeingültige Zahl, da die notwendige Anzahl an Behandlungen stark von der individuellen Diagnose, dem Behandlungsprotokoll, der Reaktion des Patienten und der Art des Ketamins (intravenös, nasal, oral) abhängt. Dennoch zeigen Studien und klinische Erfahrungswerte einige Tendenzen:

1. Akutphase (Initiale Behandlung)

Die meisten Behandlungsprotokolle beginnen mit einer Serie von 6 Behandlungen innerhalb von 2 bis 3 Wochen. Üblich ist z. B.:

  • 2 Sitzungen pro Woche

  • über 3 Wochen (insgesamt 6 Sitzungen)

Ziel ist es, einen initialen antidepressiven Effekt zu erreichen und suizidale Gedanken schnell zu reduzieren.

2. Erhaltungsphase (Maintenance Therapy)

Bei guter Reaktion auf die Akutphase werden oft weitere Behandlungen in größeren Abständen empfohlen:

  • 1 Behandlung alle 1–4 Wochen

  • Dauer: über mehrere Monate möglich

Ob eine dauerhafte Erhaltungstherapie nötig ist, hängt vom Rückfallrisiko ab.


Welche Behandlungsformen gibt es?

Intravenöse Infusion (IV)

Die gängigste Form in Studien – meist 0,5 mg/kg Körpergewicht über 40 Minuten. Wirksam und präzise steuerbar.

Nasales Esketamin (Spravato®)

Seit 2019 in der EU zugelassen. Wird in Verbindung mit einem Antidepressivum verabreicht. Anwendung meist 2× wöchentlich in den ersten 4 Wochen, danach weniger häufig.

Intramuskulär oder oral

In einigen Privatkliniken oder Studien: weniger verbreitet, oft mit geringerer Bioverfügbarkeit.


Was sagen Studien zur Häufigkeit der Ketaminbehandlung?

Zahlreiche klinische Studien (u. a. NIH, Yale School of Medicine, Johns Hopkins University) zeigen, dass:

  • Viele Patienten schon nach 1–2 Behandlungen eine signifikante Symptomverbesserung erleben

  • Die Wirkung bei etwa 50–70 % der therapieresistenten Patienten nach der Initialserie stabil bleibt – oft mit weiteren Erhaltungssitzungen

  • Bei rund einem Drittel eine komplette Remission erreicht wird

  • Ohne Erhaltungstherapie viele Patienten nach 1–3 Monaten rückfällig werden


Risiken und Nebenwirkungen

Ketamin gilt in niedriger Dosierung als sicher, jedoch sind Nebenwirkungen möglich:

  • Kurzfristige Effekte: Schwindel, Benommenheit, Übelkeit, Blutdruckanstieg, „Dissoziation“ (sich vom Körper losgelöst fühlen)

  • Langzeitrisiken (bei häufiger Anwendung): mögliche Blasenschäden, kognitive Beeinträchtigungen, Abhängigkeitspotenzial

Daher sollte Ketamin ausschließlich unter medizinischer Aufsicht und mit klarer Indikation verabreicht werden.


Für wen ist Ketamin geeignet?

Geeignet ist Ketamintherapie v. a. für:

  • Patienten mit therapieresistenter Depression

  • Menschen mit akuter Suizidalität (unter stationären Bedingungen)

  • Personen, bei denen andere Medikamente versagt haben

Nicht geeignet ist Ketamin für:

  • Menschen mit psychotischen Erkrankungen (z. B. Schizophrenie)

  • Aktive Substanzabhängige

  • Patienten mit instabilen Herz-Kreislauf-Erkrankungen


Kosten und Verfügbarkeit

In Deutschland ist die Behandlung mit intravenösem Ketamin derzeit nicht regulär von der Krankenkasse übernommen. Nasales Esketamin (Spravato®) kann in bestimmten Fällen verschrieben werden, jedoch oft nur bei stationärer Anwendung. Eine IV-Therapie kostet zwischen 300 und 600 Euro pro Sitzung – je nach Anbieter.


Fazit: Wie viele Ketaminbehandlungen sind nötig?

  • Die Antwort hängt von der individuellen Situation ab. In den meisten Fällen wird mit 6 initialen Sitzungen begonnen. Bei anhaltender Wirkung folgt oft eine Erhaltungsbehandlung über mehrere Monate. Ketamin ist kein „Wundermittel“, zeigt jedoch bei therapieresistenten Depressionen vielversprechende Erfolge, wenn es richtig eingesetzt wird.
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