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Ist Ketamin ein Pferdeberuhigungsmittel

Ist Ketamin ein Pferdeberuhigungsmittel?

Herkunft, medizinische Anwendung und Mythen erklärt

Ketamin wird oft mit der Tiermedizin in Verbindung gebracht – insbesondere mit der Aussage, es sei ein „Pferdeberuhigungsmittel“. Diese Bezeichnung ist weit verbreitet, sorgt aber für viele Missverständnisse. In Wahrheit ist Ketamin ein vielseitig einsetzbares Medikament, das sowohl in der Humanmedizin als auch in der Tiermedizin eine wichtige Rolle spielt.

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Was Ketamin ist und wie es wirkt

  • Warum es in der Tiermedizin verwendet wird

  • Ob es wirklich ein „Pferdeberuhigungsmittel“ ist

  • Wie es in der modernen Medizin – etwa bei Depressionen – eingesetzt wird

  • Welche Risiken bestehen und warum Aufklärung wichtig ist


Was ist Ketamin?

Ketamin ist ein dissoziatives Anästhetikum, das in den 1960er-Jahren entwickelt wurde. Es wird eingesetzt, um Bewusstsein, Schmerzempfinden und motorische Funktionen zu blockieren – kurz: zur Narkose und Schmerzbehandlung.

Wirkungsweise:
Ketamin blockiert die NMDA-Rezeptoren im zentralen Nervensystem. Dadurch verändert es die Wahrnehmung von Schmerz und Realität. Das führt zur typischen Dissoziation – einer Trennung von Körper und Bewusstsein – und macht Ketamin einzigartig unter den Anästhetika.


Verwendung von Ketamin in der Tiermedizin

Ketamin wird in der Tiermedizin seit Jahrzehnten verwendet – bei Haustieren wie Hunden und Katzen ebenso wie bei größeren Tieren wie Pferden. Dort kommt es z. B. zum Einsatz bei:

  • Chirurgischen Eingriffen

  • Zahnbehandlungen

  • Untersuchungen unter Narkose

  • Schmerzlinderung bei Verletzungen

  • Sedierung vor Transporten

Bei Pferden wird Ketamin intravenös verabreicht, oft in Kombination mit anderen Substanzen wie Xylazin oder Diazepam, um eine sichere Narkose zu erreichen.

Fazit: Ja, Ketamin wird tatsächlich bei Pferden eingesetzt. Aber es ist kein reines Pferdemedikament, sondern ein zugelassenes Anästhetikum für viele Spezies – einschließlich Menschen.


Ketamin in der Humanmedizin

In der Humanmedizin ist Ketamin ein zugelassenes Narkosemittel und wird weltweit in Notaufnahmen, OP-Sälen und Rettungsdiensten verwendet. Vorteile sind:

  • Schneller Wirkungseintritt

  • Stabiler Kreislauf während der Narkose

  • Geringe Atemdepression im Vergleich zu anderen Narkosemitteln

Anwendungsbereiche:

  • Notfallmedizin (z. B. bei Unfallopfern)

  • Schmerztherapie (z. B. bei chronischen Schmerzen oder Krebs)

  • Anästhesie bei Kindern

  • Palliativmedizin

  • Sedierung bei Intensivpatienten


Ketamin bei psychischen Erkrankungen: Neue Anwendungen

Seit den 2000er-Jahren rückt Ketamin verstärkt in den Fokus der Psychiatrie. Studien zeigen, dass es rasch wirksam gegen Depressionen sein kann – insbesondere bei:

  • Therapieresistenter Depression

  • Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS)

  • Suizidgedanken

  • Zwangsstörungen

Die Wirkung setzt oft innerhalb weniger Stunden ein – deutlich schneller als bei klassischen Antidepressiva.

Medikamente auf Basis von Ketamin, wie Esketamin (Spravato®), sind in Europa und den USA bereits zur Behandlung von Depressionen zugelassen.


Warum wird Ketamin als „Pferdeberuhigungsmittel“ bezeichnet?

Die Bezeichnung stammt wahrscheinlich aus zwei Gründen:

  1. Verwendung in der Tiermedizin
    Da Ketamin bei Pferden zur Sedierung und Narkose verwendet wird, hat sich diese vereinfachte – aber irreführende – Bezeichnung eingebürgert.

  2. Stigmatisierung als „Partydroge“
    Ketamin wird in nicht-medizinischem Kontext mit Drogenkonsum und Missbrauch in Verbindung gebracht. Die Bezeichnung „Pferdeberuhigungsmittel“ soll oft abschrecken oder den Konsum herabwürdigen.

Wichtig: Die Anwendung von Ketamin beim Menschen ist medizinisch sicher und wissenschaftlich fundiert – egal ob in der Narkose oder bei psychischen Erkrankungen.


Ketamin und Missbrauchspotenzial

Ketamin kann, wie viele Medikamente, missbraucht werden. In illegalem Kontext wird es wegen seiner dissoziativen Wirkung als Partydroge oder Halluzinogen verwendet – meist in Form von:

  • Nasalem Konsum (Schnupfen)

  • Oraler Einnahme (Kapseln, Pulver)

  • Seltener: intravenöse oder intramuskuläre Selbstinjektion

Die Wirkungen im Drogenkontext reichen von Euphorie über Realitätsverzerrung bis hin zu kompletten Dissoziationen („K-Hole“).

Langfristiger Missbrauch kann zu gesundheitlichen Problemen führen:

  • Gedächtnisstörungen

  • Psychosenähnliche Zustände

  • Blasen- und Nierenschäden (Ketamin-Blasen-Syndrom)


Medizinische Sicherheit von Ketamin

In therapeutischem Kontext ist Ketamin sicher und gut verträglich, wenn es unter ärztlicher Aufsicht verabreicht wird. Typische Sicherheitsmerkmale:

  • Kalkulierbare Dosierung

  • Überwachung während und nach der Anwendung

  • Kombination mit anderen Medikamenten zur Kontrolle von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind meist dosisabhängig und vorübergehend. Dazu zählen:

  • Schwindel, Übelkeit

  • Blutdruckanstieg

  • Wahrnehmungsveränderungen

  • Dissoziation

In der Psychiatrie werden meist deutlich geringere Dosen verwendet als bei chirurgischer Narkose.


Ketamin in verschiedenen Formen

Anwendungsform Medizinisch zugelassen? Beispiele
Injektion (i.v., i.m.) ✅ Ja Notaufnahme, OP, Schmerztherapie
Nasenspray (Esketamin) ✅ Ja Depressionstherapie
Tabletten/Kapseln 🔶 Experimentell Klinische Studien
Pulver (illegal) ❌ Nein Drogenkonsum, Missbrauch

Rechtlicher Status

In Deutschland und vielen anderen Ländern ist Ketamin ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, aber kein Betäubungsmittel im engeren Sinne – anders als etwa Morphin oder LSD.

Der Besitz ohne ärztliche Verordnung ist illegal und kann strafrechtlich verfolgt werden.


Fazit: Ist Ketamin ein Pferdeberuhigungsmittel?

Nein – nicht ausschließlich.

Ketamin ist ein universelles Anästhetikum, das sowohl bei Tieren als auch bei Menschen eingesetzt wird. Die Bezeichnung „Pferdeberuhigungsmittel“ ist technisch nicht falsch, aber irreführend und vereinfachend.

In der modernen Medizin ist Ketamin ein hochwirksames Medikament, das heute nicht nur in der Chirurgie, sondern auch in der Behandlung schwerer Depressionen eine zunehmend wichtige Rolle spielt.

Die eigentliche Frage sollte nicht lauten, ob Ketamin ein Pferdemittel ist, sondern:

Wie kann ein vielseitiges Medikament wie Ketamin sicher und verantwortungsvoll eingesetzt werden, um Leiden zu lindern?

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