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Ist Ketamin ein Opioid

Ist Ketamin ein Opioid

Ist Ketamin ein Opioid? – Unterschiede, Wirkung und Einordnung im Überblick

Ketamin hat in den letzten Jahren nicht nur in der Anästhesie, sondern auch in der Schmerztherapie und Psychiatrie an Bedeutung gewonnen. Besonders bekannt wurde es durch seinen Einsatz bei Depressionen. Doch viele fragen sich dabei: Ist Ketamin ein Opioid? Oder handelt es sich um eine andere Wirkstoffklasse?

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Was Ketamin ist und wie es wirkt

  • Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es zu Opioiden gibt

  • Ob Ketamin süchtig machen kann

  • In welchen medizinischen Bereichen Ketamin eingesetzt wird

  • Warum es oft mit Opioiden verwechselt wird


Was ist Ketamin?

Ketamin ist ein Arzneistoff, der ursprünglich als Anästhetikum entwickelt wurde. Es gehört zur Klasse der dissociativen Anästhetika und wirkt primär auf das zentrale Nervensystem. Im Gegensatz zu klassischen Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen oder Barbituraten löst Ketamin eine sogenannte Dissoziation aus – also ein Gefühl der Trennung zwischen Körper und Geist.


Wirkmechanismus: Wie wirkt Ketamin im Körper?

Ketamin blockiert hauptsächlich den sogenannten NMDA-Rezeptor (N-Methyl-D-Aspartat) im Gehirn. Dieser Rezeptor ist am Lernen, Erinnern und an der Schmerzwahrnehmung beteiligt. Durch die Blockade kommt es zu:

  • Schmerzlinderung

  • Sedierung

  • Bewusstseinsveränderungen

  • Antidepressiven Effekten

Ketamin hat zudem indirekte Effekte auf andere Neurotransmittersysteme – darunter Dopamin, Serotonin und Noradrenalin.

Wichtig: Ketamin bindet nicht an Opioidrezeptoren, zumindest nicht primär. Genau deshalb gilt es nicht als klassisches Opioid.


Was sind Opioide?

Opioide sind Substanzen, die an die Opioidrezeptoren im zentralen Nervensystem binden. Sie wirken schmerzstillend, beruhigend und häufig auch euphorisierend. Typische Vertreter sind:

  • Morphin

  • Fentanyl

  • Oxycodon

  • Codein

  • Heroin (illegal)

Die Opioidwirkung beruht auf der Aktivierung von µ-, κ- und δ-Rezeptoren, wodurch die Schmerzwahrnehmung im Gehirn blockiert wird.


Ist Ketamin ein Opioid? – Die klare Antwort

Nein, Ketamin ist kein Opioid.

Es gehört pharmakologisch nicht zur Familie der Opioide, da es nicht primär an Opioidrezeptoren bindet. Es wirkt hauptsächlich über die Hemmung des NMDA-Rezeptors und hat daher einen ganz anderen Wirkmechanismus als Morphin & Co.

Dennoch zeigt Ketamin in bestimmten Kontexten opioidähnliche Effekte – zum Beispiel in der Schmerzbehandlung. Das liegt aber nicht daran, dass es ein Opioid ist, sondern dass es alternative Schmerzwege blockieren kann, die auch in der Opioidtherapie eine Rolle spielen.


Warum wird Ketamin mit Opioiden verwechselt?

Es gibt mehrere Gründe, warum Ketamin fälschlicherweise oft als Opioid betrachtet wird:

  1. Schmerzlindernde Wirkung: Ketamin wird in der Schmerzmedizin eingesetzt – genau wie Opioide. Das lässt es ähnlich erscheinen.

  2. Euphorie: In hohen Dosen kann Ketamin einen Rauschzustand auslösen, was auch bei Opioiden der Fall ist.

  3. Medizinischer Kontext: In der Notfallmedizin wird Ketamin manchmal zusammen mit Opioiden verwendet – z. B. bei Operationen oder Traumapatienten.

  4. Verwechslung mit Esketamin: Esketamin (ein Ketamin-Isomer) ist ein zugelassenes Nasenspray zur Behandlung von Depressionen. Auch hier denken viele fälschlich an ein Opioid, weil starke Antidepressiva oft mit Abhängigkeit assoziiert werden.


Ketamin vs. Opioide – Die wichtigsten Unterschiede

Merkmal Ketamin Opioide
Wirkstoffklasse Dissociatives Anästhetikum Opioid (z. B. Morphin, Fentanyl)
Rezeptorbindung NMDA-Rezeptor µ-, κ- und δ-Opioidrezeptoren
Wirkungseintritt Sehr schnell (i. v.: 30 Sekunden) Je nach Präparat: schnell bis verzögert
Schmerzlinderung Ja Ja
Atemdepression Selten Häufig
Abhängigkeitspotenzial Mittel (psychisch) Hoch (psychisch & physisch)
Antidepressiv Ja (schnell wirksam) Nein

Kann Ketamin süchtig machen?

Auch wenn Ketamin kein Opioid ist, kann es abhängig machen – allerdings auf andere Weise.

  • Psychische Abhängigkeit: Menschen können ein Verlangen nach den bewusstseinsverändernden Effekten entwickeln.

  • Körperliche Abhängigkeit: Ist möglich, aber deutlich schwächer ausgeprägt als bei Opioiden.

  • Toleranzentwicklung: Bei wiederholtem Konsum ist eine Dosissteigerung nötig, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

Ketamin ist daher nicht harmlos, aber das Risiko ist geringer als bei klassischen Opioiden, insbesondere wenn es medizinisch kontrolliert verabreicht wird.


Medizinischer Einsatz von Ketamin

1. Narkose und Anästhesie

Ketamin wird seit Jahrzehnten in der Notfallmedizin und bei Operationen eingesetzt – vor allem dort, wo Opioide oder Gase nicht verfügbar oder kontraindiziert sind.

2. Schmerztherapie

Niedrig dosiertes Ketamin wird erfolgreich gegen chronische Schmerzen eingesetzt, z. B. bei:

  • Komplexem regionalen Schmerzsyndrom (CRPS)

  • Phantomschmerzen

  • Fibromyalgie

  • Migräne

3. Psychiatrie

In der Depressionsbehandlung zeigt Ketamin bemerkenswerte Ergebnisse – schnell, wirksam und oft dort, wo klassische Antidepressiva versagen.

Besonders Esketamin-Nasensprays sind hier seit einigen Jahren zugelassen. Sie werden nur unter ärztlicher Aufsicht in spezialisierten Zentren angewendet.


Ketamin als Ergänzung zur Opioidtherapie?

Interessanterweise wird Ketamin manchmal zusätzlich zu Opioiden eingesetzt, z. B.:

  • Zur Reduktion der notwendigen Opioiddosis

  • Um opioidinduzierte Hyperalgesie zu verhindern (eine paradoxe Schmerzverstärkung durch Opioide)

  • Zur Verstärkung der Schmerzlinderung ohne zusätzliche Nebenwirkungen wie Atemdepression

Das zeigt: Ketamin kann die Wirkung von Opioiden ergänzen, ist aber selbst kein Bestandteil dieser Wirkstoffklasse.


Missbrauchspotenzial und Nebenwirkungen

Auch wenn Ketamin medizinisch wertvoll ist, kann es missbräuchlich konsumiert werden – besonders als Partydroge („Special K“). Risiken bei nicht medizinischem Gebrauch sind:

  • Verwirrtheit

  • Halluzinationen

  • Realitätsverlust

  • Koordinationsstörungen

  • Übelkeit, Schwindel

  • Blasenprobleme (Ketamin Cystitis)

Langfristiger Missbrauch kann zu kognitiven und psychischen Störungen führen. Deshalb sollte Ketamin ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden.


Fazit: Ketamin ist kein Opioid – aber trotzdem stark wirksam

Ketamin ist kein Opioid, sondern ein dissociatives Anästhetikum mit einzigartigem Wirkmechanismus. Es wirkt über die Blockade von NMDA-Rezeptoren und hat kein typisches Opioidprofil. Dennoch kann es – je nach Anwendung – ähnliche Effekte wie Opioide zeigen, insbesondere in der Schmerzbehandlung.

Im medizinischen Einsatz ist Ketamin sicher und vielseitig, wenn es fachgerecht angewendet wird. Es bietet eine wertvolle Alternative zu Opioiden – gerade angesichts der globalen Opioidkrise. Dennoch sollte der mögliche Missbrauch nicht unterschätzt werden.

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