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Ist Ketamin ein Opioid

Ist Ketamin ein Opioid? – Alles, was Sie wissen müssen

Einleitung

Ketamin ist ein bekanntes Narkosemittel, das seit den 1960er-Jahren in der Human- und Tiermedizin eingesetzt wird. In den letzten Jahren hat die Substanz jedoch auch außerhalb der klassischen Anästhesie Aufmerksamkeit erlangt – etwa in der Schmerztherapie oder bei der Behandlung therapieresistenter Depressionen. Dabei taucht häufig die Frage auf: Ist Ketamin ein Opioid?
Um diese Frage zu beantworten, lohnt es sich, einen Blick auf die Wirkungsweise von Ketamin zu werfen, den Unterschied zu klassischen Opioiden zu erklären und die Einsatzgebiete sowie Risiken einzuordnen.


1. Was sind Opioide?

Bevor wir klären, ob Ketamin ein Opioid ist, sollten wir verstehen, was genau unter Opioiden zu verstehen ist.

Definition:
Opioide sind eine Gruppe von Substanzen, die an den sogenannten Opioidrezeptoren im Nervensystem wirken. Diese Rezeptoren sind Teil des körpereigenen Schmerz- und Belohnungssystems. Bekannte Opioide sind Morphin, Fentanyl, Oxycodon oder Heroin.

Wirkungen von Opioiden:

  • Starke Schmerzlinderung

  • Sedierung und Entspannung

  • Euphorie („High“-Gefühl)

  • Unterdrückung des Hustenreizes

  • Atemdepression (Gefahr bei Überdosierung)

Opioide sind in der Medizin unverzichtbar, bergen aber ein sehr hohes Risiko für Abhängigkeit und Missbrauch.


2. Ist Ketamin ein Opioid?

Die kurze Antwort lautet: Nein, Ketamin ist kein Opioid.

Ketamin gehört zur Substanzklasse der Dissoziativa und wird pharmakologisch als NMDA-Rezeptorantagonist eingestuft. Das bedeutet, dass Ketamin die Aktivität der sogenannten NMDA-Rezeptoren im Gehirn blockiert. Diese Rezeptoren sind am Schmerzempfinden, an Lernprozessen und am Gedächtnis beteiligt.

Im Gegensatz zu Opioiden wirkt Ketamin also nicht primär über die Opioidrezeptoren, sondern über das Glutamat-System im Gehirn. Dennoch gibt es einige Schnittstellen: Studien zeigen, dass Ketamin indirekt auch das körpereigene Opioidsystem beeinflussen kann – allerdings nicht in dem Maße, wie es bei klassischen Opioiden der Fall ist.


3. Warum wird Ketamin oft mit Opioiden verwechselt?

Es gibt mehrere Gründe, warum Menschen Ketamin für ein Opioid halten:

  1. Schmerzstillende Wirkung
    Wie Opioide kann auch Ketamin Schmerzen lindern – allerdings über andere Mechanismen.

  2. Einsatz in der Medizin
    Sowohl Opioide als auch Ketamin werden in der Anästhesie und Schmerztherapie eingesetzt.

  3. Missbrauchspotenzial
    Beide Substanzen können missbraucht werden, auch wenn Ketamin ein anderes Risikoprofil aufweist.

  4. Ähnliche Anwendungssituationen
    In Notfallmedizin und Chirurgie kommen sowohl Opioide als auch Ketamin zum Einsatz, etwa bei starken Schmerzen nach Unfällen.


4. Wirkungsweise von Ketamin im Detail

Ketamin wirkt komplex und beeinflusst verschiedene Systeme im Körper. Die Hauptwirkung läuft über die Blockade der NMDA-Rezeptoren, die an der Signalübertragung des Neurotransmitters Glutamat beteiligt sind.

Folgen dieser Blockade:

  • Verringerung der Schmerzempfindung

  • Veränderung der Wahrnehmung (Dissoziation)

  • Unterbrechung der Kommunikation zwischen bestimmten Hirnarealen

Zusätzlich beeinflusst Ketamin indirekt das Dopamin- und Serotoninsystem, was für seine stimmungsaufhellenden Effekte verantwortlich ist.


5. Medizinische Einsatzgebiete von Ketamin

Ketamin ist ein vielseitiges Medikament, das in unterschiedlichen Bereichen Anwendung findet:

  1. Anästhesie (Narkosemittel)
    Ketamin wird vor allem in der Notfallmedizin eingesetzt, da es Herz-Kreislauf-Stabilität gewährleistet.

  2. Schmerztherapie
    Besonders bei chronischen Schmerzen oder bei Patienten, die nicht ausreichend auf Opioide ansprechen.

  3. Psychiatrie
    Niedrig dosiertes Ketamin wird zunehmend zur Behandlung therapieresistenter Depressionen und akuter Suizidalität eingesetzt.

  4. Tiermedizin
    Häufig als Narkosemittel bei Operationen.


6. Unterschiede zwischen Ketamin und Opioiden

Um die Frage „Ist Ketamin ein Opioid?“ noch klarer zu beantworten, hier ein Vergleich:

Merkmal Ketamin Opioide
Wirkmechanismus NMDA-Rezeptorantagonist Bindung an Opioidrezeptoren
Hauptwirkung Dissoziation, Anästhesie, Schmerzreduktion Schmerzstillung, Sedierung
Risiko Psychische Abhängigkeit möglich Hohe körperliche und psychische Abhängigkeit
Atemdepression Sehr selten Häufig und lebensgefährlich
Medizinische Anwendung Narkose, Notfallmedizin, Depressionstherapie Schmerztherapie, Palliativmedizin, Anästhesie

7. Risiken und Nebenwirkungen von Ketamin

Auch wenn Ketamin kein Opioid ist, birgt es Risiken. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen:

  • Verwirrtheit und Halluzinationen

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Erhöhter Blutdruck und Puls

  • Albträume oder Angstzustände

  • Psychische Abhängigkeit bei Missbrauch

Bei längerem Missbrauch kann es zudem zu Blasen- und Nierenschäden kommen – ein bekanntes Problem bei Ketaminabhängigen.


8. Ketamin im Vergleich zu Opioiden in der Schmerztherapie

Ein besonderer Vorteil von Ketamin gegenüber Opioiden ist, dass es keine signifikante Atemdepression verursacht. Deshalb wird es in Notfallsituationen eingesetzt, in denen Opioide zu gefährlich wären.

Darüber hinaus zeigt Ketamin Potenzial in der Behandlung von opioidresistenten Schmerzen, da es auf einem anderen Wirkmechanismus beruht. So kann es ergänzend oder alternativ zu Opioiden eingesetzt werden.


9. Missbrauch von Ketamin

Obwohl Ketamin kein Opioid ist, wird es auf dem Schwarzmarkt als Partydroge konsumiert. Dort ist es vor allem wegen seiner dissoziativen und halluzinogenen Effekte beliebt. Konsumenten berichten von sogenannten „K-Holes“ – Zuständen, in denen sie sich von ihrem Körper oder der Realität abgetrennt fühlen.

Dieser Freizeitkonsum ist mit erheblichen Risiken verbunden, darunter:

  • Kontrollverlust

  • Verletzungsgefahr durch Wahrnehmungsstörungen

  • Langfristige Schäden an Blase und Nieren

  • Psychische Probleme


10. Fazit: Ist Ketamin ein Opioid?

Die Frage „Ist Ketamin ein Opioid?“ lässt sich klar beantworten: Nein, Ketamin ist kein Opioid.
Es gehört zur Gruppe der Dissoziativa und wirkt vor allem durch die Blockade von NMDA-Rezeptoren. Auch wenn es einige Parallelen zu Opioiden gibt – insbesondere in der Schmerzlinderung – unterscheidet es sich in seiner Wirkungsweise, seinem Nebenwirkungsprofil und seinem Abhängigkeitsrisiko deutlich.

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