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Macht Ketamintherapie high?

Macht Ketamintherapie high? – Wirkung, Gefühl und medizinischer Kontext erklärt

Die Ketamintherapie hat sich in den letzten Jahren als vielversprechende Behandlungsmethode bei Depressionen, chronischen Schmerzen und anderen therapieresistenten Erkrankungen etabliert. Da Ketamin auch als Partydroge bekannt ist, stellt sich eine zentrale Frage: Macht die Ketamintherapie high?

In diesem Artikel beleuchten wir ausführlich, wie Ketamin im therapeutischen Kontext wirkt, ob ein „High“-Gefühl auftritt, wie sich dieses äußert, was medizinisch beabsichtigt ist – und worin der Unterschied zur Freizeitnutzung liegt.


Was ist Ketamin?

Ketamin wurde in den 1960er-Jahren als Anästhetikum entwickelt und wird bis heute in der Notfallmedizin verwendet. Es gehört zur Klasse der dissoziativen Anästhetika und blockiert NMDA-Rezeptoren im Gehirn, die für die Schmerzwahrnehmung und das Bewusstsein mitverantwortlich sind.

In niedriger Dosierung wirkt Ketamin analgetisch (schmerzlindernd) und antidepressiv, ohne eine komplette Bewusstlosigkeit hervorzurufen. Deshalb wird es seit einigen Jahren auch in der Psychiatrie und Schmerzmedizin eingesetzt – vor allem bei therapieresistenten Fällen.


Wie funktioniert die Ketamintherapie?

Die Ketamintherapie erfolgt meist in spezialisierten Praxen oder Kliniken und wird medizinisch überwacht. Es gibt verschiedene Anwendungsformen:

  • Intravenöse Infusionen (am häufigsten)

  • Nasenspray mit Esketamin (Spravato®)

  • Orale Lösungen oder Kapseln

  • Intramuskuläre Injektionen

Die Dosierung ist dabei deutlich niedriger als bei einer Vollnarkose – typischerweise 0,2–0,5 mg/kg Körpergewicht bei intravenöser Anwendung.

Die Behandlung dauert in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten, während der Patient in einem ruhigen Umfeld überwacht wird.


Macht Ketamin high? – Was Patienten empfinden

Die Frage „Macht Ketamintherapie high?“ lässt sich nicht pauschal mit Ja oder Nein beantworten. Es kommt darauf an, was mit „high“ gemeint ist:

Ja – im Sinne einer veränderten Wahrnehmung:

Viele Patienten berichten während oder kurz nach der Infusion von:

  • Leichtigkeit oder Losgelöstheit

  • Veränderte Zeit- und Raumwahrnehmung

  • Visuelle Eindrücke oder Gedankenreisen

  • Gefühl, vom Körper getrennt zu sein („Dissoziation“)

  • Emotionale Weite oder Klarheit

Diese Effekte sind nicht identisch mit dem „High“-Gefühl bei Substanzen wie Cannabis oder Kokain, aber sie zeigen, dass Ketamin auch im therapeutischen Rahmen bewusstseinsverändernd wirken kann.

Nein – im Sinne von Euphorie oder Rausch:

Im Gegensatz zum Freizeitkonsum ist die medizinische Anwendung:

  • kontrolliert und überwacht

  • gezielt dosiert

  • nicht auf ein euphorisches Erlebnis ausgerichtet

Ein euphorisches, berauschendes „High“, wie es Freizeitkonsumenten anstreben, ist nicht das Ziel der Ketamintherapie und tritt in dieser Form meist nicht auf.


Was bedeutet Dissoziation bei Ketamin?

„Dissoziation“ ist ein zentraler Begriff in der Ketamintherapie. Er beschreibt den Zustand, in dem sich Bewusstsein und Körperempfinden voneinander lösen. Das kann sich äußern durch:

  • Gefühl, sich selbst von außen zu beobachten

  • Eingeschränkte körperliche Empfindung

  • Traumähnliche Zustände

  • Gedankenflüsse, die „anders“ wirken als im Alltag

Diese Empfindungen sind vorübergehend (i. d. R. < 1 Stunde) und klingen nach der Sitzung ab. Viele Patienten empfinden sie als neutral oder sogar angenehm, andere als ungewohnt oder leicht beängstigend – insbesondere bei der ersten Behandlung.


Warum ist das veränderte Bewusstsein medizinisch gewollt?

Studien zeigen, dass die dissoziativen Effekte von Ketamin eng mit seiner antidepressiven Wirkung zusammenhängen. Eine plausible Erklärung: Die veränderte Wahrnehmung erlaubt es dem Gehirn, eingefahrene Denkmuster zu durchbrechen – ähnlich wie bei Psilocybin oder LSD in der Psychotherapie.

Daher gilt ein gewisses Maß an veränderten Bewusstseinszuständen sogar als positives Zeichen, dass das Medikament neurologisch „greift“.


Unterschiede zur Freizeitnutzung („Keta-High“)

Ketamin ist auch als Partydroge bekannt, z. B. unter dem Namen „Special K“. In der Freizeit wird es meist in höheren Dosen eingenommen, oft ohne ärztliche Überwachung und mit riskanten Mischkonsumformen.

Unterschiede zur Therapie:

Merkmal Ketamintherapie Freizeitkonsum
Dosierung niedrig (subanästhetisch) häufig hoch
Ziel therapeutisch (Depression, Schmerz) Rausch, Eskapismus
Überwachung medizinisch keine
Umgebung ruhig, sicher Club, privat
Risiko gering erhöht (z. B. Stürze, Abhängigkeit)

Ist ein „High“ ein Risiko bei der Ketamintherapie?

Abhängigkeitspotenzial: Ketamin kann – wie viele andere Substanzen – psychisch abhängig machen, insbesondere bei häufiger Einnahme in hohen Dosen. In der ärztlich begleiteten Therapie ist dieses Risiko sehr gering.

Nebenwirkungen: In den Tagen nach der Behandlung können leichte Nachwirkungen auftreten, z. B.:

  • Müdigkeit

  • Konzentrationsprobleme

  • Stimmungsschwankungen

Ein „Hangover“ wie bei Alkohol ist jedoch untypisch.

Psychische Reaktionen: In seltenen Fällen können Angst, Unruhe oder unangenehme Dissoziationen auftreten – v. a. bei Menschen mit Traumata oder Angststörungen. Deshalb ist eine gute Aufklärung und Begleitung wichtig.


Wie kann man sich auf die Ketamintherapie vorbereiten?

Vor der Behandlung:

  • Aufklärungsgespräch mit Arzt oder Therapeut

  • Nüchternheit (meist 4 Stunden vor Behandlung nichts essen)

  • Keine bewusstseinsverändernden Substanzen (z. B. Alkohol, THC)

Während der Behandlung:

  • Ruhige Umgebung, Augenmaske oder Musik helfen bei Entspannung

  • Therapeutisches Setting fördert positive Erfahrung

  • Notfallbetreuung ist vorhanden, aber selten nötig

Nach der Behandlung:

  • Begleitperson mitnehmen (nicht selbst fahren!)

  • Ruhen und nachklingen lassen

  • Keine wichtigen Entscheidungen am selben Tag treffen


Was berichten Patienten?

Die Erfahrungsberichte variieren stark. Hier einige typische Aussagen:

„Ich fühlte mich wie in einer Wolke, nicht unangenehm – eher schwebend.“

„Es war nicht wie ein High, sondern wie ein Abstand zu mir selbst. Danach war mein Kopf irgendwie aufgeräumter.“

„Die Erfahrung war seltsam, aber hilfreich. Ich hatte Raum für Gedanken, die ich sonst unterdrücke.“

Viele Patienten empfinden den Zustand während der Ketamintherapie als ungewohnt, aber nicht störend – und die eigentliche Verbesserung tritt nach der Sitzung auf: im Denken, in der Stimmung, im Umgang mit Schmerzen.


Fazit: Macht Ketamintherapie high?

Die Ketamintherapie kann veränderte Bewusstseinszustände auslösen, die manche als „High“ empfinden würden – jedoch unterscheidet sich dieses Erleben grundlegend vom Freizeitkonsum. Es ist kontrolliert, dosiert und medizinisch begleitet. Das Ziel ist nicht Euphorie, sondern therapeutischer Fortschritt.

Für viele Patienten ist die Erfahrung eher dissoziativ als berauschend, teils angenehm, teils neutral. Entscheidend ist die Wirkung nach der Sitzung: verbesserte Stimmung, weniger Schmerzen, neue Denkweisen.

Wer gut vorbereitet ist und sich auf die Behandlung einlässt, profitiert oft sowohl subjektiv als auch klinisch – ohne das Risiko eines klassischen Drogen-„Highs“.

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