Beschreibung
Pinkes Kokain – Was steckt hinter dem bunten Rauschmittel?
Pinkes Kokain – auch bekannt als „Tucibi“, „2C-B“, „Pink Coke“ oder „Nexus“ – sorgt zunehmend für Aufmerksamkeit in Partyszene und Medien. Die grelle Farbe, das exklusive Image und der hohe Preis machen die Substanz besonders bei jungen Konsumenten beliebt. Doch was genau ist pinkes Kokain? Handelt es sich wirklich um eine neue Form von Kokain? Und welche Risiken birgt der Konsum?
Was ist pinkes Kokain?
Trotz des Namens enthält pinkes Kokain in der Regel kein echtes Kokain. Vielmehr handelt es sich häufig um eine Mischung aus psychoaktiven Substanzen – allen voran 2C-B (4-Brom-2,5-dimethoxyphenethylamin), einer synthetischen Designerdroge mit halluzinogener Wirkung.
2C-B wurde ursprünglich in den 1970er-Jahren vom Chemiker Alexander Shulgin entwickelt und ist Teil der sogenannten 2C-Familie. Es wirkt stimulierend und psychedelisch zugleich – mit visuellen Effekten, gesteigertem Körpergefühl und veränderter Wahrnehmung.
In der Szene wird Kokain meist geschnupft oder als Tablette konsumiert. Die Farbe stammt nicht vom Wirkstoff selbst, sondern wird oft durch Farbstoffe hinzugefügt – als Marketingelement.
Wirkung von pinkem Kokain
Die Wirkung von pinkem Kokain ist sehr unterschiedlich – je nach Zusammensetzung, Dosis und individueller Verfassung. Häufig genannte Effekte sind:
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Euphorie und gesteigerte Empathie
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Visuelle Halluzinationen (z. B. Farben, Muster)
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Verstärktes Körperbewusstsein
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Unruhe oder gesteigerte Wachheit
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In höheren Dosen: Angst, Paranoia oder Kreislaufprobleme
Die Wirkung setzt bei nasalem Konsum meist nach 15–30 Minuten ein und kann 4 bis 8 Stunden anhalten.
Unterschied zu echtem Kokain
Klassisches Kokain (Kokainhydrochlorid) ist ein starkes Stimulans mit kurzfristiger Wirkung: gesteigerter Antrieb, Euphorie, Unterdrückung von Müdigkeit. Es wirkt primär auf das Dopamin-System.
Pinkes Kokain hingegen wirkt halluzinogen, hat also eine andere chemische Struktur, Wirkung und Risikobewertung. Es wird fälschlicherweise so genannt, um das Image von echtem Kokain zu nutzen – ist aber nicht mit diesem gleichzusetzen.
Risiken und Nebenwirkungen
Die Risiken von pinkem Kokain sind nicht zu unterschätzen. Da es sich oft um unregulierte Mischungen aus verschiedenen Substanzen handelt, besteht eine hohe Gefahr von:
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Unberechenbarer Wirkung
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Psychischen Nebenwirkungen (Panikattacken, Halluzinationen)
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Kreislaufbelastung (Herzrasen, Bluthochdruck)
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Abhängigkeit oder Missbrauch
Zudem ist die genaue Dosierung oft unklar, was das Risiko einer Überdosis erhöht.
Rechtliche Lage
In vielen Ländern – darunter Deutschland – ist 2C-B als Betäubungsmittel eingestuft und somit illegal. Der Besitz, Erwerb und Verkauf sind strafbar. Auch pinkes Kokain, das 2C-B oder ähnliche Substanzen enthält, fällt unter das Betäubungsmittelgesetz.
Fazit
Pinkes Kokain ist ein irreführender Name für eine gefährliche Partydroge, die in Wahrheit mit klassischem Kokain wenig zu tun hat. Meist handelt es sich um die synthetische Substanz 2C-B – mit halluzinogener Wirkung und hohem Risiko. Wer pinkes Kokain konsumiert, setzt sich unberechenbaren Nebenwirkungen und rechtlichen Konsequenzen aus. Deshalb ist Vorsicht und Aufklärung besonders wichtig – vor allem bei jungen Menschen und in der Partykultur.
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